Bündnisgrüne Fachleute im Bereich des Rechtsextremismus trafen heute im Magdeburger Dompfarrhaus zusammen. Nach dem hier leider nicht zustande gekommenen Treffen mit den Spitzen der in Land- und Bundestag vertretenen Parteien berieten sie künftige Aktivitäten, wie dem Rechtsextremismus in Sachsen-Anhalt wirksam begegnet werden kann.

"Wir haben hohe Erwartungen an die für kommenden Montag angesetzte Arbeitskonferenz des Netzwerkes für Demokratie und Toleranz", so Inés Brock, Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Im Mittelpunkt der Konferenz steht laut Einladung der Landeszentrale für politische Bildung die Auseinandersetzung mit rechtsextremistischen Parteien im Landtagswahlkampf. "Wir wollen die Demokratisierung des Netzwerkes unterstützen", so Brock im Hinblick auf die anberaumte Wahl eines Beirates. 

Grüne des Kreisverbandes Schönebeck schilderten aus ihrer Sicht die Situation in Pömmelte. Beim gestrigen Runden Tisch seien auch Rechtsextreme organisiert und zielgerichtet aufgetreten. Im Dorf seien praktische Maßnahmen nötig, um den Einfluss der Rechten zu verringern.

Hans-Jochen Tschiche, Vorsitzender des Vereins Miteinander, betonte: "Rechtsextremismus ist nicht allein ein Jugendproblem. Die Förderung politischer Breitenbildung ist dringend nötig." Betroffenheitsarien nach jedem schlimmen Vorfall würden nicht ausreichen.