BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN widersprechen der immer wieder vorgebrachten Behauptung, die Agro-Gentechnik schaffe Arbeitsplätze. Landesvorsitzender Ralf-Peter Weber: "Speziell bei der Agro-Gentechnik handelt es sich auf dem Weltmarkt um ein recht kleines ökonomisches Segment - etwa im Vergleich zum Pharmamarkt. Die Beschäftigungseffekte werden in diesem Bereich – auch von Experten, die durchaus nicht als Gentechnik-Kritiker gelten - als gering eingeschätzt."
So habe z.B. Dr. Frank von der Deutschen Bank in Mainz am 04.05.2005 auf einer Gentechnik-Veranstaltung des Umweltministeriums Rheinland-Pfalz ausgeführt, dass gerade die Agrogentechnik – wegen ihrer Fokussierung auf wenige Großunternehmen – "kaum als Jobmotor dienen kann". Weber weiter: "Das Ziel des biotechnologischen Einsatzes ist oftmals die Reduzierung von Produktionskosten. Im besten Fall werden also mit der Biotechnologie generell und speziell auch mit der Gentechnologie Arbeitsplätze für hoch qualifizierte Forscher geschaffen. Die einzigen, die profieren, sind einige Konzerne." Die Landesregierung und die Koalitionsparteien sollten endlich aufhören, den Menschen etwas vorzumachen.