Mit Verwunderung nehmen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zur Kenntnis, dass die Linkspartei.PDS den Landesvorsitzenden des Bundes für Umwelt und Naturschutz, Volker Lüderitz, zum Umweltministerkandidaten gekürt hat. "Die Frage steht: Würde ein Umweltminister Lüderitz die Gentechnik-Offensive der abgelösten schwarz-gelben Landesregierung weiterführen?", so Inés Brock, Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.

Von der Landes-PDS war bisher nichts anderes zu hören, als dass sie in der Gentechnik mehr Chancen als Risiken sehe. Übersetzt: Die Sozialisten sprechen sich für die Nutzung der Gentechnik, für den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen in Sachsen-Anhalt aus. Erbitterte Gentechnik-Gegner im Land sind u.a. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und die Umweltverbände einschließlich BUND. Dessen Landesvorsitzender will nun PDS-Umweltminister werden und hat sich zu dieser umweltpolitischen Grundsatzfrage auf der gestrigen PDS-Pressekonferenz nicht geäußert.

Ein brisanter Aspekt kommt hinzu: "Herr Lüderitz ist eine Erklärung schuldig - vor allem auch gegenüber den Mitgliedern des überparteilich angesiedelten BUND", so Brock. "Der BUND muss sich als Organisation die Frage stellen, ob ein Ruhen des Amtes als Landesvorsitzender ausreicht."

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