BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN begrüßen den Vorschlag des Prorektors der Universität Halle nach einer Exzellenzinitiative Ost. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bekräftigen in diesem Zusammenhang ihre Forderung, Exzellenz-Cluster und einzelne Fachbereiche zu fördern. "Dadurch wird bei der Excellence-Förderung eine genauere und breitere Verteilung der Mittel ermöglicht", so Landesvorsitzende Inés Brock. Sie erneuerte die Kritik an der "unsozialen" Struktur der hohen Länder-Selbstbeteiligung von 25 Prozent. "Nun ist eingetroffen, was wir befürchtet haben. Es wird dort gefördert, wo schon eine hohe Qualität anzutreffen ist, weil die reichen Südländer dabei Vorreiter sind", so Brock weiter.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN warnen vor den absehbar negativen Auswirkungen der geplanten Föderalismusreform für die Hochschulen im Osten. Brock: "Die Möglichkeit für Hochschulsonderprogramme muss in der Verfassung verankert bleiben.

Die Landesregierung muss sich verstärkt dafür einsetzen, durch das 7. Forschungsrahmenprogramm der EU ab 2007 neue Mittel für die Hochschulen zu gewinnen."

Brock weiter: "Eine spezifische Ostförderung im Bereich der Hochschulen kann nicht die Lösung sein. Dennoch begrüßen wir eine Debatte zur Profilierung der hiesigen Universitäten. Die Hochschulen sollten dabei vom Kultusministerium unterstützt werden, sich insbesondere im Bereich Nachwuchsförderung und bei der Anwerbung ausländischer Forscherinnen und Forscher zu verbessern. Das ist eine Investition in die Zukunft."