Der Bundesparteirat von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat heute beschlossen, eine breite Offensive gegen eine "Zwangsbeglückung" der Verbraucherinnen und Verbraucher mit gentechnisch veränderten Agrarprodukten zu initiieren. Mit einem ihrer Wahlkampfthemen warnen die sachsen-anhaltischen Bündnisgrünen ebenfalls vor der Großen "Gen-Koalition". Spitzenkandidatin Inés Brock: "Wir sehen uns von der Bundesebene in einem unserer Hauptthemen bestärkt. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN vertreten ihre klare Position in Bund und Land - Hände weg vom Gentechnik-Gesetz! Keine Aufweichung der Haftungsregelungen!"
Im einstimmig gefassten Parteiratsbeschluss "Wahlfreiheit sichern, gentechnikfreie Regionen fördern!" fordern BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN die Bundesregierung auf, die Schutzstandards des unter Rot-Grün verabschiedeten Gentechnikgesetzes beizubehalten. Bundeslandwirtschaftsminister Seehofer will die klaren Haftungsregeln verwässern. Im Einklang mit führenden Unions- und SPD-Politikern versucht er, EU-rechtswidrige Forderungen im Gentechnik-Gesetz durchzusetzen. Der derzeitigen schwarz-gelben Landesregierung würde dies gefallen, fährt sie doch weiter ihre "Gentechnik-Offensive".
"Im Wahlkampf - an den Ständen, in den Gesprächen mit den Menschen, in Diskussionen, auf Podien - wir werden immer wieder auf die Gefahren der Agro-Gentechnik hinweisen und die Mär von hunderten Arbeitsplätzen durch diese Technologie entlarven", so Brock weiter.