Mit einem Offenen Brief hat sich Inés Brock, Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, an das Internet-Auktionshaus E-Bay gewandt. Darin fordert sie die Geschäftsführung auf, den Handel mit NS-Devotionalien und rechtsxtremistischen Produkten zu unterbinden. Sie äußert ihre Besorgnis, dass das Auktionshaus angesichts des in ganz Deutschland erstarkenden Rechtsextremismus gefährlichen Entwicklungen Vorschub leisten würde.
Der Offene Brief im Wortlaut:
Sehr geehrte Damen und Herren,
der Berichterstattung der ARD und mehrerer überregionaler Tageszeitungen entnehme ich, dass das Internetaktionshaus E-Bay unter anderem durch den Zentralrat der Juden in Deutschland in Kritik geraten ist. Hintergrund sei - so wird berichtet - dass Ihr Auktionshaus trotz wiederholter Beschwerden nicht in der Lage gewesen sei, den Handel mit NS-Devotionalien und rechtsxtremistischen Produkten zu unterbinden.
Angesichts des in ganz Deutschland erstarkenden Rechtsextremismus machte es mich besorgt, wenn Ihr Auktionshaus diesen Entwicklungen Vorschub leisten würde. Gerade der jugendkulturelle Rechtsextremismus bezieht einen großen Teil seiner Attraktivität durch gemeinsam gehörte - oft verfassungsfeindlich und als jugendgefährdend eingestufte - Tonträger.
Der Kampf gegen die Verbreitung derselben ist daher ein aktiver Beitrag gegen Rechtsextremismus.
Angesichts der Brisanz des Themas bitte ich Sie, mich zu informieren, welche Maßnahmen E-Bay ergreift, um den Handel mit rechtsextremistischem Material, insbesondere Tonträgern zu unterbinden.
Mit freundlichen Grüßen
Inés Brock
Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen-Anhalt