"Die Beruhigungspillen, die Landwirtschaftsministerin und Gesundheitsminister auf Wahlkampf-Podien verteilen, Sachsen-Anhalt wäre im Falle eines Falles gut vorbereitet, wirken nicht. Wenn sich Gesundheitsminister Kley durchsetzt, ist Sachsen-Anhalt schlecht auf eine mögliche Pandemie vorbereitet", so Inés Brock, Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.

Widersinnig sei, dass Kley anstatt an Aufklärungskampagnen für Kindergärten und Schulen sowie für Beschäftigte, die mit Geflügel in Berührung kommen, arbeitet, lieber Studien zur Kindergesundheit in Brüssel vorstelle.

"Minister-Präsenz ist jetzt in Sachsen-Anhalt gefordert", so Brock. "Die Landesregierung steht in der Pflicht, die Bevölkerung über Vorsichtsmaßnahmen im Umgang mit der Vogelgrippe zu informieren.

Erzieher(innen) und Lehrer(innen) müssten mit Informationen ausgestattet werden, um Kinder aufzuklären, etwa tote Vögel nicht anzufassen oder keine Federn aufzusammeln."

Beunruhigend: Gesundheitsminister Gerry Kley hat für die Tamiflu-Landesreserve zur Versorgung der Bevölkerung einen Abdeckungsgrad von lediglich 5,6 Prozent zu Grunde gelegt. "Das widerspricht den Forderungen des Robert-Koch Instituts, die einen Abdeckungsgrad von mindestens 20 Prozent vorsehen", so Brock. "Wieder einmal hat Sachsen-Anhalt hier die Rote Laterne. Und dies ist brandgefährlich."

Brock: "Für Herrn Kley als Vorsitzenden der Gesundheitsministerkonferenz müssen die Sicherheit der Bevölkerung sowie Information und Vorsorge oberste Priorität haben. Das Argument Kleys, dass die Landesreserve erst angegriffen werde, wenn in Apotheken und Krankenhäusern das Medikament Tamiflu ausgegangen sei, zeugt von der geringen Bedeutung, die er diesem Thema zubilligt."

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