In Anbetracht des absehbaren Auftretens der Vogelgrippe-Erreger in Sachsen-Anhalt fordern BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Umweltministerin Petra Wernicke auf, die ehrenamtlichen Naturschutzhelfer in ein notwendiges Vorsorgeprogramm einzubeziehen. "Es kann sich als schwerwiegender Fehler der Umweltministerin erweisen, die ehrenamtlichen Naturschutzhelfer Sachsen-Anhalts im vergangenen Jahr mit dem Inkrafttreten des neuen Landesnaturschutzgesetzes für überflüssig erklärt und de facto fristlos entlassen zu haben", erklärt Grünen-Kandidat Ernst-Paul Dörfler.
Hunderte Naturschutzhelfer im Land, darunter viele Vogelkundler, kennen sehr genau die Verhaltensweisen, Flugrouten, Rast- und Nahrungsplätze der Wildvögel. Sie können vor Ort Erkrankungen und Totfunde feststellen, um diese an die zuständigen Stellen zu melden und rechtzeitig die Bergung der Kadaver oder andere geeignete Schutzmaßnahmen auszulösen. Auch vorsorgende und kontrollierende Aufgaben wären denkbar. Die Bereitschaft der Naturschützer ist vorhanden. Dörfler: "Ihre Einbeziehung kann staatliche Maßnahmen aber nicht ersetzen, sondern nur ergänzen."
Es sei höchste Zeit für Frau Wernicke, den ehrenamtlichen Naturschutzhelfern ihre entzogene Legitimation zurückzugeben.