Durch die Medien gehen heute zwei bemerkenswerte positive Meldungen: Gewinnsprung beim Solarzellenhersteller Q-Cells. Die Rotorblattfertigung bei Enercon in Magdeburg steht nicht still. "Der Boom der erneuerbaren Energien hält an. Die auf Bundesebene durchgesetzte grüne Strategie "Weg vom Öl" fruchtet. Sie macht nicht nur unabhängiger vom Öl, sondern schafft Tausende Arbeitsplätze insbesondere im Osten, insbesondere in Sachsen-Anhalt", so Inés Brock, Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN erneuern ihre Kritik an FDP und Union, die mit ihren Forderungen nach einem Systemwechsel in der Förderung der Erneuerbaren Energien der Entwicklung dieser Branche großen Schaden zufügen. Wenn etwa der Noch-FDP-Landesminister Rehberger (Wirtschaft) behauptet, die Windenergie sei für ein überlastetes Stromnetz verantwortlich, macht er sich zum Sprachrohr der profitverwöhnten Energiekonzerne, die Investitionen vernachlässigt haben. Wenn Noch-Landesminister Paqué (Finanzen) den Ausstieg aus dem Atomausstieg heraufbeschwört, will er den Rückfall in die energiepolitische Steinzeit zugunsten der Atomstromkonzerne. "Solche Klientelpolitik können wir in Sachsen-Anhalt nicht länger gebrauchen", so Brock.
"Sachsen-Anhalt als Modellland für erneuerbare Energien und nachwachsende Rohstoffe" lautet einer der ersten Anträge, den die neu in den Landtag einziehende bündnisgrüne Fraktion ins Parlament einbringt. Diesen und weitere Anträge beraten die sächsische bündnisgrüne Landtagsfraktion und die zukünftige sachsen-anhaltische Fraktion bei einer gemeinsamen Sitzung am 6. März 2006 in Magdeburg.