Im Zusammenhang mit dem Fall des verhungerten Benjamin aus Schlagenthin fordern BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, bestehende Hilfesysteme für junge Familien besser zu vernetzen und Frühwarnsysteme (die sich beispielsweise an die Hebammenhilfe anschließen) zu etablieren. "Staatlich angeordnete und überwachte Vorsorgepflicht würde alle Eltern unter Generalverdacht stellen.

Ein solches Überwachungssystem für Eltern lehnen wir ab, abgesehen davon, dass der bürokratische Aufwand dafür alle vorhandenen Möglichkeiten bei weitem übersteigt", so Inés Brock, Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.

Aktionismus sei ebenso fehl am Platze. "Notwendig für Sachsen-Anhalt ist zunächst eine solide Datengrundlage zur Gesundheit von Kindern in Sachsen-Anhalt", so Brock. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN haben eine Große Anfrage zum Thema vorbereitet, die zu den ersten parlametarischen Initiativen der neuen Landtagsfraktion zählt. Zu unterschiedlichen Themenkomplexen, wie Gesundheitszustand und Prävention, zu Krankheiten und Versorgungssituation bis hin zur Gesundheitsberichterstattung, sind es insgesamt 112 Fragen an die Regierung. "Die Antworten liefern Ansatzpunkte für eine inhaltliche und organisatorische Neuorientierung im Gesundheitswesen für Kinder", so Brock.