Nach Gesprächen mit Experten, u.a. mit dem Vorsitzenden des Landesapothekervereins, Mathias Arnold, stellen sich für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN dringend zu klärende Fragen zur Vogelgrippe. Obwohl es eher unwahrscheinlich ist, dass das Virus von Mensch zu Mensch übertragen wird, sollte das Land für den Fall der Fälle gerüstet sein.

Experten empfehlen, bei Personen, die mit Trägern der Vogelgrippeviren Kontakt hatten, auch präventiv Tamiflu einzusetzen. Landesvorsitzende Inés

Brock: "Allerdings: Wer übernimmt die Kosten? Bekanntermaßen dürfen die Kassen keine Präventivmedikamente bezahlen. Das Land wiederum will den eingesetzten Vorrat erstattet bekommen." Unklar sei auch die Verteilung der Medikamente, da sich hier das dezentrale Katastrophenmanagement besonders negativ auswirke. Brock: "Die Vorräte sollten zentral verteilt werden, da nicht jede Apotheke die notwendige Ausrüstung für die Zubereitung hat." (Das Trockenpulver muss vor Einnahme noch behandelt werden.)

Experten meinen, dass nach Ausbruch eine Ausbreitung der Krankheit nur verhindert werden kann, wenn Betroffene isoliert und Kontaktpersonen behandelt werden. Brock: "Das Land muss dafür gesetzliche Grundlagen und Handlungsanweisungen schaffen."

 

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