"Die gestern vorgestellte demographische Studie des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung und die daraus gezogene düstere Prognose für Sachsen-Anhalt machen erneut deutlich, dass dringend ein Umdenken in Politik und Gesellschaft erfolgen muss", so Inés Brock, Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Gleichzeitig betonte sie, dass sich BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN durch die Empfehlungen der Wissenschaftler in ihren Politikansätzen im Wahlprogramm 2006 bestätigt sehen.
Brock zitiert direkt aus dem Wahlprogramm: "Ganz klar sprechen wir uns für eine gezielte Förderpolitik und gegen Wirtschaftsförderung mit der Gießkanne aus. Unser Konzept für Sachsen-Anhalt als Modellland für Erneuerbare Energien ist ein ehrgeiziger, aber realistischer Ansatz für die Schaffung von Arbeitsplätzen. Die Landesstruktur betreffend, halten wir die 2005 beschlossene Kommunalreform für zu kurz gegriffen. Größere Landkreise bieten aus unserer Sicht Möglichkeiten, Verwaltungshaushalte zu entlasten und Regionen zu entwickeln. Im Wahlprogramm machen wir konkrete Vorschläge, wie eine familiengerechte Arbeitswelt zu gestalten ist. Beispiel: Wir wollen neue Arbeitszeitmodelle. Frauen und Männer sollen durch flexible Arbeitszeitvolumen ohne Arbeitsplatz- und Karrierenachteile ihre Lebensphasen mit Kindern gestalten können. Die Erweiterung der gleichstellungs- und frauenfördernden Maßnahmen in der Wirtschaft und bei Existenzgründungen im Land hat für uns Priorität. Die Kinderbetreuung darf nicht weiter beschnitten werden. In der Bildungspolitik treten wir dafür ein, dass alle Kinder so lange wie möglich gemeinsam lernen und individuell gefördert werden."