Wenig konkrete Sparvorschläge und Verteilungs-Willkür in der "AG Hochschulrektoren"

Wenig konkrete Sparvorschläge und Verteilungs-Willkür in der "AG Hochschulrektoren"

Der Landesvorstand von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN beurteilt die zentralen Egebnisse der "Arbeitsgruppe Hochschulrektoren" des Landes als wenig zukunftstauglich. Die Beschlüsse sind dürftig: teils konfus, oft schwammig und mit vielen Fragezeichen versehen. Wo konkret in welchem Umfang gespart werden kann, wird nicht deutlich. Geklärt sind einzig die Machtfragen zwischen den Hochschulstandorten. Offensichtlich ist in diesem Punkt ganz und gar die Strategie der Landesregierung aufgegangen. Indem Olbertz den Rektoren die Pistole auf die Brust setzte, hat er ihnen knallharte Kompromisse abgerungen: Das Abziehen der Musik- und Sportlehrer- Ausbildung aus Magdeburg z.B. diskreditiert die in diesen Bereichen geleistete Arbeit. Wir können diese kurzsichtige Entscheidung nicht nachvollziehen. Nach unserer Auffassung trägt die Beschneidung um diese gesunden, höchst anspruchsvollen und zudem ausgelasteten Studienbereiche mit ausgezeichnetem Ruf in keiner Weise zur Stärkung des Hochschulstandortes Magdeburg bei.Dass sich Olbertz in diesem Punkt durchsetzten konnte, spricht nicht gegen die Rektoren-Kommission, wohl aber für den starken Druck, der auf die Professoren ausgeübt wurde. Für viele Studiengänge und Studierende bedeuten die Arbeitsergebnisse eine unerträgliche Planungsunsicherheit. Ganze Fachrichtungen, wie auch Inustrie-Design an der Hochschule Magdeburg-Stendal, werden in eine ungewisse Zukunft geschickt,offene Fragen bleiben ungeklärt. Diese Situation ist unverantwortlich und muss schnellstens beendet werden, bevor die Schließung ganzer Fachbereiche die Studenten dieser Fachrichtungen in die benachbarten Bundesländer treiben wird.