Schulen auf dem Lande erhalten
Laut einem Zeitungsbericht ist Herr Kultusminister Olbertz endlich zu der Einsicht gelangt, mehr Schulen auf dem Lande erhalten zu wollen. "Allerdings wird dies langfristig nur möglich sein, wenn alle Kinder länger gemeinsam lernen", so Erich Meyer, Bildungsexperte von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.
"Der bundesdeutsche Sonderweg der frühen Aufteilung der Schüler schon nach der 4. Klasse hat mit dazu beigetragen, dass viele Schulen in Sachsen-Anhalt schließen mussten. In Folge der weiteren demografische Entwicklung wird das längere gemeinsame Lernen in einer modernen differenzierten Gemeinschaftsschule sich spätestens mit Eintreten des Wendegeburtenknickes in zweiter Generation, also ab etwa 2015, durchsetzten", so Meyer.
So käme das Land nicht nur zu einer sozial gerechteren Förderung der Kinder, sondern auch dazu, weitere Schulschließungen und immer länger werdende Schulwege zu vermeiden. Meyer: "Wer eine nachhaltige Bildungspolitik in Sachen-Anhalt will, muss sich schon jetzt diesen strukturellen und pädagogisch/methodischen Modernisierungsanforderungen stellen. Und das es funktioniert, zeigen die skandinavischen Länder: Sie sind in vielen Landesteilen nur dünn besiedelt aber trotzdem PISA-Sieger!"