BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bei Demo gegen Braunkohleabbau in der Egelner Südmulde - "300 Meter tiefe Braunkohlelöcher sind der falsche Weg"
Rund 200 Menschen haben heute auf dem Magdeburger Domplatz gegen den drohenden Abbau von Braunkohle in der Egelner Mulde demonstriert. Vertreter der Bürgerinitiative, Landwirte, Umweltschützer und Politiker bekräftigten ihr Nein gegen das Vorhaben der Mitteldeutschen Braunkohlengesellschaft (Mibrag), neue Mondlandschaften zu schaffen. Christina Weigel, Mitglied des Landesvorstandes von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, dankte in ihrer Rede den Demo-Teilnehmern. "Dank für ihr Engagement, für die Kraft und den Mut, neue Braunkohlelöcher zu verhindern."
Weigel, Mitglied im neugewählten Kreistag Salzland, sagte: "Eben unser Landkreis ist neben dem Burgenlandkreis von den wahnwitzigen Braunkohletagebauplänen der Mibrag betroffen. Es ist unser Kreis, unser Lebensraum - unsere Heimat. Es ist die Erde, die uns am Herzen liegt und von der wir leben." Weigel verwies darauf, dass die Stromerzeugung durch Braunkohle mehr als doppelt soviel Kohlendioxid ausstößt wie moderne Gaskraftwerke. "Im Hinblick auf künftige Generationen ist es um so wichtiger, neue, klimafreundlichere Wege als in der Vergangenheit zu gehen. 300 Meter tiefe Braunkohlelöcher sind der falsche Weg. Braunkohleverstromung ist die klimafeindlichste aller Energieerzeugungen!" Neue Braunkohletagebau würden nicht nur für das Klima schädliche Auswirkungen haben. Weigel: "Ganze Naturschutzgebiete sind durch die Absenkung des Grundwassers bedroht, so das Naturschutzgebiet Hakel und das Biosphärenreservat Mittlere Elbe.
Als Mitglied im Aktionsbündnis "Zukunft statt Braunkohle" haben BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN die Bürgerinitiativen in der Egelner Mulde sowie in Röcken und Sössen von Anfang an unterstützt.