Zum Prozessauftakt gegen mutmaßliche Brandstifter in Sangerhausen:
Straftaten konsequent bestrafen

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen-Anhalt haben hohe Erwartungen an den Prozess gegen die mutmaßlichen Brandstifter an einem Asylbewerberheim in Sangerhausen. "Ein schnelles Verfahren mit einer klaren Strafe kann dabei helfen, den beschädigten Ruf von Sachsen-Anhalt und der Region Südharz wieder etwas zu verbessern", sagt dazu der Landesvorsitzende Christoph Erdmenger. "Durch ein klares Verfahren würde auch allen Stimmen der Boden entzogen werden, die Verständnis für die Täter zeigen."

Rund um den Brandanschlag in Sangerhausen waren in der Vergangenheit immer wieder Stimmen laut geworden, die darauf verwiesen, es sei "nicht nur" um Ausländerfeindlichkeit gegangen. Auch die Staatsanwaltschaft weist auf einen vermeintlichen Messerangriff auf einen der Angeklagten vor dem Anschlag hin.        
"Eine Straftat bleibt eine Straftat - Verständnis nach dem Motto 'Unsere Jungs haben sich nur gewehrt' ist unangebracht. Wer so daherredet, zeigt, dass er es mit dem Rechtsstaat nicht so ernst meint", kommentiert Erdmenger.

Am 26. Juni wird vor der Jugendschwurgerichtskammer des Landgerichts Halle der Prozess in dem Fall eröffnet.