PM Nr.84-03 vom 30.11.2003

BDK-Resolution: Sachsen-Anhalt nicht zum Versuchsfeld machen

Die 22. Ordentliche Bundesdelegiertenkonferenz von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN verabschiedete am heutigen Sonntag, 30. November 2003, die Resolution zur Gentechnik "Sachsen-Anhalt nicht zum Versuchsfeld machen". Die Delegierten folgten mit überwältigender Mehrheit einem Dringlichkeitsantrag der sachsen-anhaltischen Bündnisgrünen, die der Biotechnologie-Offensive der Landesregierung Sachsen-Anhalts vehement entgegentreten.

Ralf-Peter Weber, Landesvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, unterstrich die Forderung an die Böhmer-Regierung: "Setzen Sie alle Gen-Pläne für Sachsen-Anhalt außer Kraft! Arbeiten Sie für eine saubere und gesunde Zukunft des Landes – fernab der Gen-Manipulation!"

Hintergrund: Die Landesregierung plant, in Sachsen-Anhalt großflächig gentechnisch veränderten Mais anbauen zu lassen. In den kommenden Jahren sollen über 100 Millionen Euro Fördermittel für die Biotechnologie-Branche bereitgestellt werden. Die Landesregierung ignoriert nicht nur auf unverantwortliche Weise den Willen mündiger Bürgerinnen und Bürger, sie setzt sich auch über Risiken und Gefahren für solche Freisetzungsvorhaben der nicht ausreichend erforschten Grünen Gentechnik hinweg. Sie missachtet außerdem, dass rechtliche Grundlagen fehlen. Für den ökologischen Landbau, der in Sachsen-Anhalt immer mehr Verbreitung findet, stellen die Gentechnik-Pläne eine existenzgefährdende Bedrohung dar.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen-Anhalt haben in der vergangenen Woche bereits eine Postkarten-Aktion im Land gestartet. Mit der Postkarte "Kein Gen-Fraß fürs Volk, Herr Böhmer!" bekommen die Bürgerinnen und Bürger eine Möglichkeit des Protestes. Direkt an die Adresse des Ministerpräsidenten geht ihr Einspruch.

Weitere Informationen unter www.kein-gen-frass-fuers-volk.de

 


© BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

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