Grüne Aktionen "Klima schützen - Elbe retten"

Anlässlich des europäischen Flussbadetages machten BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN am heutigen Sonntag in verschiedenen Städten an der Elbe auf das Thema Elbeschutz und seinen Zusammenhang mit dem Klimaschutz aufmerksam. Bei ihrer Aktion an der Coswiger Fähre "Klima schützen - Elbe retten" trafen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN auf große Zustimmung mit ihrem Anliegen, einen weiteren Elbeausbau und das Wahnsinnsprojekt Saalekanal zu verhindern. "Die Elbe ist der letzte freifließende, naturnahe Fluss in Deutschland und Europa. Bisher ist er von Kanalisierung und Staumauerbau verschont geblieben. Doch Landes- und Bundesregierung lassen von ihren Wasserstraßenneubauplänen nicht ab", so Undine Kurth, Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. "Wir lehnen den Elbeausbau ab und benennen Alternativen für die Zukunft des Flusses."
Undine Kurth weiter: "Im Elbe-Saale-Korridor sind Bahnkapazitäten frei. Transporte auf der Schiene können ohne Ausbau vervielfacht werden." Es sei keine kanalisierte und geschotterte Elbe als Wasserstraße notwendig, schon gar kein Saalekanal, der den radikalen Ausbau der Elbe forcieren würde. Die Schifffahrt auf der Elbe sei auch damit nicht zu beleben, da keine ganzjährige Befahrbarkeit möglich sei. "Unterhaltungs-" und Ausbaumaßnahmen hätten schon jetzt die Sohleerosion der Elbe verschärft. Der Fluss grabe sich tiefer und tiefer in sein Bett, der Wasserspiegel sinke, Auen würden trocken fallen.
Viele Touristen, mit denen Undine Kurth heute sprach, zeigen sich betroffen, dass noch immer Elbeausbaupläne auf dem Tisch seien. Diese wunderbare Natur dürfe nicht zerstört, die Fehler, die mit westdeutschen Flüssen gemacht worden seien, nicht wiederholt werden. "In der Region muss der sanfte Elbe-Tourismus weiter gefördert werden. Das Dessau-Wörlitzer Gartenreich und das Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe sind wichtige Potenziale, die nicht durch unsinnigen Flussausbau zerstört werden dürfen", so Undine Kurth.
