Späte Einsicht bei der Landesregierung - Biotechnologieoffensive gescheitert
Zum Eingeständnis der Landesregierung, die mit mehr als 65 Millionen geförderte Biotechnologieoffensive habe die in sie gesetzten Erwartungen nicht erfüllt, erklärt Sebastian Striegel, Mitglied im Landesvorstand:
"Es ist eine späte Einsicht, aber sie kommt zur rechten Zeit: Deutschland braucht die grüne Gentechnik nicht und die VerbraucherInnen wollen sie nicht. Nach dem Scheitern der Biotechnologieoffensive muss das Land nun Konsequenzen ziehen.
Wirtschaftsminister Haseloff hat zurecht auf die große Bedeutung der Lebensmittelbranche für Sachsen-Anhalts Wirtschaft hingewiesen. Diese Lebensmittelbranche aber ist darauf angewiesen, auch zukünftig gentechnikfrei produzieren zu können. Deshalb muss das Land sich nun mit ganzer Kraft dafür einsetzen, dass die umstrittenen und risikoreichen Gentechnikversuche in Sachsen-Anhalt umgehend beendet werden.
Die Landesregierung trägt bei der anstehenden Novelle des Gentechnikrechts große Verantwortung. Im Interesse der sachsen-anhaltischen Landwirte und der Lebensmittelindustrie muss sie darauf hinwirken, dass die gentechnikfreie Landwirtschaft geschützt wird."