Krampfhafte Suche

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN begrüßen, dass die Landesregierung Biotechnologie-Firmen und deren Chefs nicht weiter mit millionenschweren Subventionen versorgen will. Allerdings muss gegen die Äußerung von Landwirtschaftsministerin Wernicke protestiert werden, wonach sich die Forschung neu ausrichten müsse - von Genpflanzen als Nahrungsmittel hin zu Energiepflanzen. "Wachsen genmanipulierte Pflanzen auf Sachsen-Anhalts Feldern, bleibt, unabhängig von Verwertungsabsichten, das Risiko der Kontamination", so Sebastian Striegel, Mitglied des Landesvorstandes. Konventionelle und ökologische Landwirtschaft seien gefährdet.

"Der Einsatz von Gentechnik im Landwirtschaftsbereich birgt Risiken für Mensch und Umwelt. Studien belegen, dass der Anbau etwa von herbizidresistenten Pflanzen massive Auswirkungen auf Ackerkräuter und Insekten hat. Bienen tragen Pollen kilometerweit, eben auch zu benachbarten Feldern", so Striegel. Ob die Gen-Pflanzen als menschliche oder Tier-Nahrung gedacht seien oder der Energiegewinnung dienen würden, sei dabei egal. "Offenbar sucht Ministerin Wernicke krampfhaft nach Nutzungspotenzial für die Agro-Gentechnik, um das Märchen von der arbeitsplatzintensiven Zukunftstechnologie weiter zu spinnen."

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