Ton Haseloffs ist der Sache nicht dienlich

Die Forderung von Wirtschaftsminister Reiner Haseloff, Netzausbaukosten bundesweit zu verteilen, ist nach Ansicht von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN durchaus sinnvoll. "Allerdings ist der Ton, den der Minister anschlägt, der Sache nicht dienlich", so Dorothea Frederking, energiepolitische Sprecherin. Mehrfach habe der Minister den notwendigen Netzausbau als Negativargument für erneuerbare Energien gebracht. "In einem Land, in dem die Branche der erneuerbaren Energien für hohe Gewerbesteuern und Einkommensteuern der 10.000 Beschäftigten sorgen, darf ein Wirtschaftsminister so nicht agieren." Die Erneuerbaren Energien seien sowohl Jobmotor als auch Baustein für das Erreichen der Klimaschutzziele. "Windenergie tut dem Land richtig gut."

Frederking: "Haseloff kann zum Beispiel danach fragen, warum die Stromkonzerne selbst nicht den millionenteuren Netzausbau voll finanzieren müssen." Sie seien es, die hohe Netznutzungsentgelte kassierten. Sie seien es, die Rekordgewinne einstreichen würden. "In die Netze investieren die Konzerne nur zu einem Teil. Das muss sich ändern."

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