Etappensieg für den Klimaschutz

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN begrüßen die Entscheidung der MIBRAG, den Ort Röcken vom Braunkohletagebau auszunehmen. Die Landesvorsitzenden Undine Kurth und Christoph  Erdmenger werten dies nur als Etappensieg. Kurth: "Wichtiger wäre die Absage des Neubauprojektes für ein Kraftwerk in Profen. Wir wollen gar kein Braunkohleloch. Dennoch gratulieren wir der Bürgerinitiative vor Ort und den Grünen in Kreistag und Kreisverband zu diesem Erfolg. Hier zeigt sich: Engagement lohnt sich!".

Die energiepolitische Sprecherin der Landespartei, Dorothea Frederking, betont, dass die Stromproduktion aus Braunkohle neben den katastrophalen Effekten für das Klima auch wirtschaftlich keinen Sinn ergebe: "Heute finden in der Energiegewinnung aus Braunkohle in Sachsen-Anhalt höchstens 2000 Menschen Arbeit. In den erneuerbaren Energien sind es hingegen etwa 10000." Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen werden in den nächsten Jahren für die Braunkohle immer schlechter. Die EU-Kommission plane, dass Kraftwerke den vollen Preis für ihren CO2-Ausstoß zahlen müssen. Zudem sei mit dem sogenannten Grundlastbetrieb mit mehr als 7000 Stunden, der zur Armortisation der hohen
Investitionskosten notwendig sei, in Zukunft nicht mehr zu kalkulieren, weil zu immer mehr Zeiten die erneuerbaren Energien die Versorgung übernehmen.

"Schlechte Wirtschaftlichkeit von Mega-Investitionen ist für das Wirtschaftsministerium auch in der Vergangenheit schon kein Hinderungsgrund gewesen. Das zeigen die vielen leerstehenden Gewerbegebiete", warnt Erdmenger aber davor, dies als Selbstlauf zu nehmen.

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