Kritik an Zugstreichungen
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen-Anhalt kritisieren scharf den geplanten Wegfall von Fernverkehrshalten im Land. Sebastian Striegel, Mitglied im Landesvorstand: "Dass die Deutsche Bahn mit dem Sommerfahrplan ab Mitte Juni erneut Fernverkehrshalte in Sachsen-Anhalt streicht, ist nicht hinnehmbar. Hier zeigt sich schon heute der negative Effekt der geplanten Bahnprivatisierung, wie sie von Bundesverkehrsminister Tiefensee (SPD) betrieben und von der Landes-SPD unterstützt wird."
Die Streichung von Fernverkehrshalten in Magdeburg, Halle und Naumburg koppele die Städte weiter vom Fernverkehr ab. "Mangels Wettbewerb auf der Schiene ist auch nicht absehbar, dass Konkurrenzunternehmen der Deutschen Bahn die ausfallenden Zugverbindungen übernehmen können. Dafür trägt die SPD die Verantwortung, weil sie sich einem fairen Wettbewerb auf der Schiene bis heute verschließt", so Striegel.
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN unterstützen Verkehrsminister Karl-Heinz Daehre (CDU) in seinem Anliegen, die Interessen der Länder beim Bahn-Börsengang zu wahren. Striegel: "Daehre soll sich außerdem für eine Trennung von Netz und Fahrgeschäft einsetzen, damit die Deutsche Bahn im Personenverkehr endlich ernsthafte Konkurrenz bekommt."