Richtiges Ziel, falsche Priorität
Bullerjahn möchte hauptsächlich bei neuen Lehrern und Polizisten sparen
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN kritisieren die Prioritätensetzung beim Personalabbau der Landesregierung. "Bei Lehrern und Polizei zu sparen, die Landesverwaltung aber zu schonen, so geht es nicht" sagt dazu der Landesvorsitzende Christoph Erdmenger. "Sachsen-Anhalt braucht Lehrerinnen und Lehrer in den Klassenzimmern und Polizei auf der Straße - nicht gefüllte Amtsstuben." Die Landesregierung sieht in ihrem Personalentwicklungskonzept vor, die Zahl der Lehrer und Polizisten um über 25% abzubauen. In der allgemeinen Verwaltung wird hingegen mit 12% nur halb soviel Personal abgebaut. "Wer 2000 Polizisten wegsparen möchte, muß auch über die 4000 Landesangestellten bei der Straßenplanung sprechen".
"Herr Bullerjahn verfolgt den richtigen Ansatz, beim Personal zu sparen, um andere Ausgaben möglich zu machen. Das unterstützen wir." signalisiert Erdmenger abermals Unterstützung für den Sparkurs. Die Kommunen brauchten mehr Geld, nicht zuletzt für eine bessere Kinderbetreuung. Die Debatte um die Schülerbeförderung für Gymnasialschüler habe die Grüne Jugend ins Rollen gebracht.
Die Bündnisgrünen kritisieren auch die Streichung bei den Neueinstellungen.
"Heute haben wir noch die Chance, qualifizierte junge Menschen zu gewinnen - bereits in einigen Jahren wird dies schwieriger. Unsere Landesverwaltung ist schon heute zu grau." Anstelle von Streichungen bei den Neueinstellungen schlagen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN eine reduzierte Basisarbeitszeit der heutige Beschäftigten vor.