Grüne fordern Planungsstopp für die A14-Verlängerung

Auf ihrem Kleinen Parteitag am gestrigen Abend in Magdeburg forderten BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN den sofortigen Planungsstopp für die Erweiterung der A14. Nicht nur aus ökologischen Gründen, sondern auch aus ökonomischen Gründen lehnen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN die sogenannte Altmarkautobahn ab. Nach jüngsten Berechnungen sind die Kosten für das Projekt um 50 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro gestiegen. "Die Interessen der Altmärker an einer Entlastung vom Durchgangsverkehr einerseits und einer besseren Erschließung andererseits kann durch einen angemessenen Umbau von B 71 und B 189 mit Temporeduzierungen und Ortsumgehungen viel besser Rechnung getragen werden", heißt in der von den Delegierten beschlossenen Resolution.

"Der Güterverkehr der Zukunft wird zu wesentlich größeren Teilen auf der Schiene stattfinden. Daher sollte sich Sachsen-Anhalt für den Ausbau der Schienenverbindungen einsetzen", heißt es weiter. Genannt ist die bisher eingleisige Verbindung Uelzen-Stendal, die für den Güterverkehr große Bedeutung habe.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN fordern die Landesregierung auf, die Gründe für die eklatante Fehlkalkulation offen zu legen. Die Frage sei zu klären: Hat das Verkehrsministerium die Zahlen einst schön gerechnet, um die A 14 politisch durchzusetzen?

Beschluss des 3. Landesdelegiertenrates 2008 zum A14-Planungsstopp