BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN begrüßen, dass das Oberverwaltungsgericht den Baustopp an der Elbe verfügt hat. "Es ist gut, dass das Gericht dem Antrag des BUND gefolgt ist. Wir hoffen, dass diese Entscheidung Bestand hat. Allerdings ist die Elbe auf ihrer ganzen Länge FFH-Gebiet. Daher sollten nicht nur bei Dessau-Wörlitz, sondern überall am Fluss die oftmals widerrechtlich vorgenommen Bauarbeiten eingestellt werden", so Undine Kurth, Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.
"Wir haben den Eindruck, dass die Schifffahrtsdirektion Ost nach eigenem Gutdünken verfährt und tut, was sie will", so Kurth weiter. Tonnenweise würden Schottersteine in den Fluss gekippt werden - oftmals vor völlig intakten Buhnen. "Schotterungen verringern den Querschnitt der Elbe. Die Fließgeschwindigkeit wird erhöht. Der Fluss gräbt sich weiter ein. Der Grundwasserstand verändert sich. Die allmähliche Austrocknung der Auenwälder droht."
Die "Sanierung" einer Buhne koste bis zu 30.000 Euro. Dabei könne das Ziel eines nahezu ganzjährigen Gütertransportes auf dem Fluss nicht erreicht werden. Dafür fehle der Elbe die nötige Wassermenge. Auch in diesem Sommer seien die Pegelstände tief unten gewesen, so dass kaum mehr ein Frachtschiff fahren könne.
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN kritisieren erneut die wirtschaftlich sinnlosen und Steuergelder verschlingenden Ausbaumaßnahmen einschließlich des geplanten Saalekanals. "Wir stellen uns gegen die Methode, durch angebliche Erhaltungsmaßnahmen den Ausbau der Elbe voranzutreiben", so die bündnisgrüne Landesvorsitzende.