PM Nr.52-04 vom 30.04.2004

EU-Osterweiterung: Sachsen-Anhalt profitiert

"Den neuen Mitgliedsstaaten in der Europäischen Union ein Herzliches Willkommen", so Inés Brock, Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. "Nach Jahrhunderten der Kriege und Eiszeiten sind wir auf dem Weg zu einem friedlichen Europa mit offenen Grenzen." Das größere Europa sei ein Gewinn für alle EU-Länder. "Für die wirtschaftliche Kooperation und einen grenzüberschretenden Umweltschutz ergeben sich gerade auch für Sachsen-Anhalt neue Perspektiven. Gerade hier können neue Arbeitsplätze entstehen", so Brock weiter.

 BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sehen in den Erfahrungen, die Sachsen-Anhalt bei der ökologischen Modernisierung gemacht hat, ein großes Potenzial. Bei der Anpassung an die EU-Standards haben sich zum Beispiel in den Bereichen(Ab-)Wasser, Luftreinhaltung, Abfall, Verkehr, Energie und Gebäudesanierung zahlreiche neue Unternehmen etabliert, denen die EU-Erweiterung neue Chancen eröffnet. "Das Know-how für wirtschaftliche Impulse ist vorhanden", so Brock.

 Viele Menschen haben Ängste, dass trotz der Übergangsregelungen von bis zu sieben Jahren eine Zuwanderungswelle ausgelöst wird, die der hiesige Arbeitsmarkt nicht verkraftet. "Die Erfahrungen früherer Erweiterungen sowie Expertenmeinungen belegen, das es zu keinen gravierenden Verzerrungen auf dem Arbeitsmarkt kommt. "Zuwandernde Hochqualifizierte schaffen im Schnitt sogar drei Arbeitsplätze", sagte Brock. Sie betonte, dass Sachsen-Anhalt auch weiterhin von der EU-Strukturpolitik profitiere.

"In der gegenwärtigen Debatte um die Osterweiterung der EU wird die kulturelle Horizonterweiterung zu oft vergessen. Gerade die Selbstverständlichkeit, mit der die Jugend grenzüberschreitend denkt und agiert, eröffnet Chancen für die Gestaltung der globalen Wissensgesellschaft. Damit verbinden wir die Hoffnung auf interkulturellen Austausch, Akzeptanz und Weltbürgerschaft", sagte die bündnisgrüne Landesvorsitzende abschließend.


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