Gentechnik: Arroganz und Ängstlichkeit der Landesregierung
Vertreter der Parteispitze von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen-Anhalt nehmen heute an der feierlichen Eröffnung des Greenpeace-Büros in Magdeburg teil. "Wir freuen uns über die Präsenz der Umweltschutzorganisation vor Ort. Wir sehen einen Partner, der mit seinen Mitteln und Möglichkeiten den Menschen im Land bewusst macht, was die Landesregierung mit ihrem Gentechnik-Großversuch anrichtet", sagte Landeschef Ralf-Peter Weber.
Weber erneuerte seine Kritik am Bestreben der Landesregierung, Greenpeace die Gemeinnützigkeit aberkennen zu lassen. "Statt sich in obrigkeitsstaatlicher Manier aufzuplustern, sollte die Böhmer-Regierung die Skepsis der Bevölkerung gegenüber Gentechnik ernstnehmen", so Weber. "Statt Greenpeace zu unterstellen, mit ihrer Aktion zur Verhinderung der Gen-Weizen-Aussaat gegen die freiheitlich-demokratische Ordnung zu verstoßen, sollte sich die Landesregierung auf eine Informationspolitik, die sich in einer Demokratie geziemt, besinnen", fügte er hinzu. Und weiter: "Erst nachdem die Aussaat von Gen-Mais begonnen hat, sollen die Menschen über Details dieser Risikotechnologie informiert werden. Dies zeugt von einer Arroganz gegenüber Bürgerinteressen, aber auch von einer Ängstlichkeit gegenüber den vielleicht aufmüpfigen kritischen Bürgern, wie sie die Menschen in diesem Land vor 1989 kennengelernt haben.