Mibrag nicht an die vier großen Energieversorger verkaufen

Die Mibrag sollte nach Ansicht der Bündnisgrünen in Sachsen-Anhalt nicht an einen der vier großen Energieversorger in Deutschland verkauft werden. "Hinter den meisten derzeitigen Interessenten für die MIBRAG steht ein Mitglied des Energiekartells in Deutschland, das ohnehin 80 Prozent der Stromerzeugung in Deutschland kontrolliert. Wenn es die MIBRAG schluckt, gibt es weder eine sozialverträgliche noch eine ökologische Zukunft", erläutert dazu der Landesvorsitzende Christoph Erdmenger. Die Landesregierung könne nach Meinung der Bündnisgrünen auf den Verkauf Einfluss nehmen, und zwar ohne Subventionen zu gewähren. Zur Zeit sei die Braunkohleförderung durch die Landesregierung von der Förderabgabe befreit. "Das muß nicht so bleiben" so Erdmenger.

Hintergrund des Verkaufs sind nicht nur die extrem wenig effizienten kleinen Braunkohlekraftwerke im Besitz des Unternehmens, sondern auch ein Überhang an Beschäftigten. "Dass Braunkohle keine Zukunft hat, wollte das Unternehmen jahrelang nicht wahrhaben", so Erdmenger. Nun müsse eine sozialverträgliche Lösung gefunden werden. Mit den großen vier Energiekonzernen, die in den letzten Jahren durch immer höhere Strompreise bei immer neuen Rekordrenditen auffallen, werde es aber weder sozial noch ökologisch orientiert zugehen, befürchtet der bündnisgrüne Landesvorsitzende.

 

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN betonen erneut: Braunkohle ist der klimaschädlichste Energieträger. Bei der Verstromung wird pro Stromeinheit etwa dreimal soviel Klimagas frei wie bei einem Erdgaskraftwerk.

 

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