Minister Haseloff sucht Investor für Dreckschleuder und Landschaftszerstörer

Wirtschaftsminister Reiner Haseloff (CDU) hat sich heute in der Tagespresse erneut für den Bau eines neuen Braunkohlekraftwerkes ausgesprochen. Mit einem Mibrag-Käufer wolle die Landesregierung einen Investor für das Projekt finden. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bekräftigen ihr Nein zu einem neuen Braunkohlekraftwerk.

"Braunkohle ist und bleibt der klimaschädlichste aller Energieträger", betont Dorothea Frederking, energiepolitische Sprecherin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Dem Klimaziel, den Ausstoß von CO2 zu senken, folge der Minister offensichtlich nicht. Auch wenn das Kraftwerk auf dem technisch neuesten Stand wäre, bleibe es eine Dreckschleuder. "Es ist zwar effizienter, aber auch größer. Es würde mehr Kohlendioxid in die Luft blasen, als es heute durch Braunkohlenutzung im Land passiert, auch wenn gleichzeitig die alten Kraftwerke abgeschaltet werden", gibt sie zu bedenken.

Neue klimafreundliche Energien zu erforschen, so wie von Haseloff bekundet, sei richtig. In der Tat stecke das CO2-Abscheidungsverfahren aber  noch in den Kinderschuhen. Frederking: "Es gibt ernst zu nehmende Zweifel am Erfolg dieser Technik. Der Minister täte gut daran, keine Entscheidungen zu treffen, die auf Technik setzt, die es noch gar nicht gibt."

Wer heute in Braunkohlekraftwerke investiere, setze auf Energiegewinnung von gestern. "Das von Herrn Haseloff befürwortete neue Kraftwerk würde ungefähr bis zum Jahr 2060 am Netz bleiben. Solange reicht aber die Braunkohle des vorhandenen Tagebaus bei Profen nicht. Deshalb müsste ein neuer Tagebau erschlossen werden. 2.300 Quadratkilometer Landschaft werden vernichtet, ganze Dörfer mit schwerem Gerät niedergewalzt. 1.000 Menschen in der Region Röcken/Sössen verlieren ihre Heimat", so Frederking.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN haben in ihrem Konzept "Zukunftsenergie für Sachsen-Anhalt" vorgerechnet, dass Sachsen-Anhalt kein neues Braunkohlekraftwerk braucht. Die bündnisgrüne Bundestagsfraktion hat vorgerechnet, dass die Bundesrepublik kein neues Braunkohlekraftwerk braucht. "Die Zukunft - eben auch für Arbeitsplätze - liegt in den erneuerbaren Energien", so Frederking.

 

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