Grüne zur Gartenabfallverbrennung
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Sachsen-Anhalt fürchten an dem bevorstehenden langen Wochenende erhebliche Luftbelastungen in Sachsen-Anhalt durch brennende Gartenabfälle. Diese vielerorts durch die lokalen Behörden unter dem Namen "Brenntage" geduldeten privaten Feuer würden die Atemluft mit Feinstaub und Kohlenmonoxid belasten. "Nach Regentagen wie am Donnerstag werden bei der Verbrennung besonders viele Schadstoffe frei" erläutert der Landesvorsitzende Christoph Erdmenger, "Lassen Sie Ihre Feuer aus und sagen sie es ihren Nachbarn" appelliert er.
In den meisten Landkreisen in Sachsen-Anhalt sei zwar die Verbrennung von Gartenabfällen erlaubt. "Das gilt aber nicht für feuchtes Grünzeug" sagt Erdmenger. "Besonders bitter sind die Brenntage für Bürgerinnen und Bürger wie im Mansfelder Land und im Kreis Quedlinburg, die schon einmal rauchfrei leben konnten." BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN setzen sich im ganzen Land für ein Verbrennungsverbot ein. "Kompromißregelungen mit Ausnahmetagen oder der Beschränkung auf nichtkompostierbare Gartenabfälle funktionieren nicht. Was geht, ist ein guter Abholservice und ein klares Verbot, so wie in Halle." sagt Erdmenger.
Wer den Rauchschwaden entgehen will, kann außer in die Großstädte zur Zeit nur in den ehemaligen Kreis Merseburg-Querfurt fahren. Dort ist das Verbrennungsverbot noch in Kraft und soll bald auf den gesamten Landkreis Saalekreis ausgedehnt werden.