Bahn in Sachsen-Anhalt als Verkehrsmittel für alle erhalten

Die Verschiebung des Börsengangs der Deutschen Bahn AG auf unbestimmte Zeit nach der Bundestagswahl kommentiert Sebastian Striegel, verkehrspolitischer Sprecher und Mitglied im Landesvorstand von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

"BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN begrüßen, dass die Bundesregierung den Börsengang der Bahn auf unbestimmte Zeit verschoben hat. Wir werden uns weiter dafür einsetzen, dass er vollständig abgesagt wird.

Durch die Verschiebung des Börsengangs besteht die Chance, die Unternehmenspolitik der Deutschen Bahn wieder an den Interessen der Kunden und nicht an denen der Aktionäre auszurichten. Für Sachsen-Anhalt bedeutet dies, dass die in diesem Jahr weiter reduzierten Fernverkehrsverbindungen der Städte Halle und Magdeburg wieder ausgebaut werden müssen. Auch bereits länger vom Fernverkehr abgekoppelte Städte wie Dessau oder Merseburg sind wieder in die Halte einzubinden.

Von Verkehrsminister Karl-Heinz Daehre erwarten wir, dass er seinen Einfluss geltend macht, um die mangelnden Streckeninstandhaltungsmaßnahmen der DB AG zu beenden. Mit Blick auf den Börsengang hat das Unternehmen über Jahre Nebenstrecken nicht ausreichend gewartet. Dies führt dazu, dass Strecken wie beispielsweise von Sangerhausen nach Halle oder zwischen Dessau und Belzig nur mit einer Vielzahl von Langsamfahrstellen zu befahren sind. Hier braucht es konkrete politische Initiativen der Landesregierung, um die Bahn zu besserer Streckenpflege zu verpflichten. Denn nur so kommen die Kunden schneller ans Ziel."

 

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