Jetzt konkrete Schritte unternehmen
Das Katholische Bistum Magdeburg hat über einen Sprecher gegenüber dem MDR bekannt geben lassen, dass es sich baldmöglichst aus dem Gentechnikgeschäft zurückziehen wird. Es kommentiert Sebastian Striegel, Mitglied im bündnisgrünen Landesvorstand:
"Knapp fünf Jahre nachdem das Bistum Magdeburg über eine Tochterfirma ins Geschäft um gentechnisch veränderte Pflanzen eingestiegen ist, hat öffentlicher Druck nun zum Umdenken geführt. Das begrüßen wir. Dem Positionswechsel der Bistumsleitung müssen nun unverzüglich konkrete Schritte zur Abwicklung der Tochterfirmen der katholischen Gero AG (Futura GmbH und BGI Biopark Gatersleben Infrastrukturgesellschaft mbH) folgen, über die das Bistum den Bioparks Gatersleben mit betreibt.
Gemeinsam mit den Kritikern und Kritikerinnen sollte die Bistumsleitung nun endlich auch konkrete und ehrliche Schritte unternehmen, um über die Auswirkungen der Agro-Gentechnik ins Gespräch zu kommen. Hier braucht es einen offenen und transparenten Dialogprozess. Die Deutsche Bischofskonferenz ist aufgefordert, dem Beispiel der Evangelischen Kirche in Deutschland zu folgen, und endlich eine deutliche Position zur Agro-Gentechnik zu finden."