Investition in Köpfe, nicht in Beton!
Bundesverkehrsminister Tiefensee verkündete jetzt, Länder und Bund würden sich bald über die Aufteilung der Kosten für die A 14-Nordverlängerung geeinigt haben. "Sinnvoll wird das Projekt dadurch nicht", so Claudia Dalbert, Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. "Das wichtigste Projekt für Sachsen-Anhalt wäre ein Aufbruch in der Bildungspolitik. Das Land braucht Investitionen in die Köpfe, und nicht Investitionen in Beton."
"Die A14-Planungen gehen am Bedarf vorbei", so Sebastian Striegel, Mitglied im Landesvorstand und Verkehrsexperte. In der Altmark würden Ortsumgehungen gebraucht. Deshalb sei es sinnvoller und kostengünstiger, die vorhandenen Bundesstraßen zu ertüchtigen und dort, wo notwendig, Ortsumgehungen zu bauen.
Landesvorsitzende Dalbert macht die Kostenrechnung auf: "Pro Kilometer kosten Bundesautobahnen 132.000 Euro, die A 14 soll in Sachsen-Anhalt 97 Kilometer lang werden, macht 810 Millionen Euro." Striegel ergänzt: " Bei der A14-Nordverlängerung wurden schon in der Vorplanung Kostensteigerungen von 50 Prozent erreicht. Hinzu kommen die Unterhaltskosten von jährlich 160.000 Euro pro Kilometer, die das Land dauerhaft belasten werden."
Für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN wäre der Ausbau der Ganztagsschulen sowie Investitionen in Personal in Krippen, Kindergärten und Schulen ein nachhaltiges Signal für Sachsen-Anhalt. "Mehr Fernstraßenkilometer braucht das Land mit den meisten bereits gebauten Fernstraßenkilometer pro Person nicht, aber sie werden dauerhaft die öffentlichen Haushalte belasten", so Dalbert.