Neue Beweise für Schädlichkeit wilder Müllverbrennung
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen-Anhalt fordern ein landesweites Verbot der Brenntage durch die Landesregierung. Dies sei wegen neuer Zahlen vom Umweltministerium gerechtfertigt, die nachweisen, dass in den Brennperioden die Luftverschmutzung durch Feinstaub gesundheitsgefährliche Werte erreicht."Was die eigene Nase schon seit Jahren wahrnimmt, liegt nun schwarz auf weiß vor: Der Gartenfeuerqualm enthält große Mengen an krebserregenden Feinstäuben", kommentiert der Landesvorsitzende Christoph Erdmenger die Erkenntnisse.
Auf Nachfrage der Bündnisgrünen hat Umweltministerin Wernicke in einem Schreiben eingeräumt, dass das Ministerium einen eindeutigen Zusammenhang mit dem Beginn der Brennperioden und der Überschreitung der Feinstaubgrenzwerte besteht. Handeln will die Ministerin aber nicht, sondern verweist auf Abstimmungen mit anderen Bundesländern sowie die lokalen Besonderheiten in Kommunen. "Wie das Saarland die Verbrennung handhabt und ob es in Wittenberg mehr Grasschnitt als im Harz gibt, ist doch völlig irrelevant. Die Ministerin muss jetzt handeln, um die Gesundheit aller Sachsen-Anhalter zu schützen", sagt Erdmenger dazu. Dass es praktisch geht, wissen wir seit Jahren aus den Kreisen und Städten, in denen die Verbrennung verboten ist."