Kein guter Tag für Sachsen-Anhalt

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bekräftigen ihre Kritik an der Erweiterung der A14, an der Bund und Land trotz immenser Kostensteigerungen festhalten. Anlässlich der heute vereinbarten Kostenbeteiligungen des 1,3-Milliarden-Euro-Projektes sagte Sebastian Striegel, Mitglied im Landesvorstand. "Heute ist kein guter Tag für Sachsen-Anhalt. Mit der Einigung wird den Steuerzahlern und Steuerzahlerinnen von Landes- und Bundesregierung eine Mogelpackung verkauft: Die halbe Autobahn gibt es nun zum ursprünglichen Preis von knapp 800 Millionen."

Dass die A14 nicht im Konjunkturprogramm der Bundesregierung zu finden ist, spreche Bände. Stur am Projekt festzuhalten, unter dem Motto "Koste es, was es wolle", sei unverantwortlich. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Sachsen-Anhalt wollen statt eines Neubaus die B 71 und die B 189 ausbauen und mit Ortsumgehungen versehen. Striegel. "Das käme – in Bau und Unterhalt – deutlich günstiger, würde die Beeinträchtigungen für den Naturraum gering halten und ließe sich schneller realisieren."

Ein Verzicht auf den Autobahnbau würde Geld freisetzen, das in Bildung und Wissenschaft dringend gebraucht würde. Mit dem Geld für zwei Autobahnkilometer könnte das Betreuungsverhältnis in den sachsen-anhaltischen Kindergärten nachhaltig auf 1:6 verbessert werden", so Striegel. Auch ließen sich die Mängel im Radverkehr beheben und Radwege in und zwischen den Kommunen anlegen.

 

 

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