Wahlen 2004: Freude über Zugewinne für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Zum Ausgang der Wahlen am gestrigen Sonntag erklärt Inés Brock, Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen-Anhalt:
"BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN haben mit ihrem zweistelligen Ergebnis bei der Europawahl einen sensationellen Erfolg eingefahren. Es ist das beste Ergebnis, das die Partei bundesweit je erzielt hat. Als einzige Regierungspartei in Europa gewinnen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN an Wählerzuspruch und gehen gestärkt in das Europäische Parlament. Alle von den ostdeutschen Landesverbänden nominierten Kandidaten ziehen ins Parlament ein - Gisela Kallenbach, Elisabeth Schrödter, Michael Cramer und Milan Horacek. Gisela Kallenbach und Milan Horacek sind die ersten bündnisgrünen Europaparlamentarier für die Regionen Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen. Auch das landesweit erzielte Europawahlergebnis erfreut, hat es sich doch gegenüber dem von 1999 mehr als verdoppelt hat. Besonders stolz machen die Ergebnisse in Halle (10,1 Prozent), Magdeburg (7,3 Prozent) und Dessau (5,8 Prozent).
Das Kommunalwahlergebnis zeigt ebenfalls eine deutliche Steigerung gegenüber dem vor fünf Jahren. Fast überall in den Gemeinden und Kreisen sind Zugewinne zu verzeichnen, Quedlinburg (5,3 Prozent)und Wernigerode (5,3) sind beste Beispiele. In den großen Städten Halle und Magdeburg ist der Wählerzuspruch weiter gewachsen, die Zahl der Mandate in den Stadträten erhöht sich um jeweils eines. In Halle etwa konnten sich BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN trotz starker Konkurrenz durch freie Wählerlisten als stärkste Kraft der `Kleinen´ (vor der FDP) behaupten.
In Thüringen ist die große Chance, in den Landtag zurückzukehren, zwar knapp verpasst worden. Dennoch haben BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN ihr bestes Ergebnis bei einer ostdeutschen Landtagswahl seit zehn Jahren bekommen. Die Tendenz nach oben ist deutlich erkennbar, wir haben uns als wichtige politische Kraft im Osten zurückgemeldet. Für uns sachsen-anhaltische Bündnisgrüne bringt das gute Thüringer Ergebnis weiteren Schwung in die politische Arbeit. Wir sehen das klare Signal: Der Wiedereinzug in den Landtag 2006 ist zu schaffen."