Agro-Gentechnik ist und bleibt Minusgeschäft

Biopark Gatersleben auf Ökolandbau konzentrieren

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen-Anhalt fordern den Biopark Gatersleben auf techniken des ökologischen Landbaus neu auszurichten.
Nach Presseberichten hat Wirtschaftsminister Haseloff Zahlungsschwierigkeiten und eine fehlende Kapitaldeckung bei der BGI Biopark Gatersleben GmbH eingestanden. Sebastian Striegel, Mitglied im Landesvorstand, erklärt dazu: "Die offenbar bislang nur knapp verhinderte Insolvenz des Bioparks Gatersleben zeigt es deutlich: Agro-Gentechnik ist keine Erfolgsgeschichte, sondern ein Risiko für öffentliche Kassen sowie für Mensch und  Umwelt.

Die von der damaligen CDU-FDP-Landesregierung ausgegebenen Millionenbeträge für die Förderung der sog. Biotechnologieoffensive verpufften nach Angaben der Grünen. Arbeitsplätze seien im Saldo  nicht geschaffen worden. Striegel: "Der übergroße Teil der von der Landesregierung im  Bereich der Biotechnologie ausgewiesenen Arbeitsplätze sind staatlich finanziert. Vom Land mit gegründete Unternehmen schreiben Verluste." Er ergänzt: "Wir sind außerdem irritiert, dass die Landesregierung die Öffentlichkeit nicht unverzüglich über die offenbar bereits seit  Jahren aufgetretenen Liquiditätsprobleme in Gatersleben informiert hat."

Der Landesvorsitzende Christoph Erdmenger fordert eine Konversion für den Biopark: "Wo Bio drauf steht sollte jetzt auch Bio rein: Der ökologische Landbau bietet große Entwicklungspotenziale, die sich mit einem Technologiepark z.B. bei der Züchtung entwickeln lassen." Er ergänzt: "Ein Weiter So des Bioparks führt in den Ruin. Die geschaffenen Werte einfach aufzugeben ist auch keine Alternative. Die Landesregierung muß lernen: Die Jobs der Zukunft sind grün."

 

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