Grüne bestürzt über Unglück in Nachterstedt
Mahnung zum sorgfältigen Umgang mit der Natur
Zu dem Unglück in Nachterstedt, bei dem durch eine Erdrutschung am Rande eines ehemaligen Braunkohletagebaus ein Haus in die Tiefe gerissen wurde und mehrere Bewohner vermisst werden, erklären die Landesvorsitzenden von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen-Anhalt Claudia Dalbert und Christoph Erdmenger:
"Wir sind bestürzt ÜBER DAS tragische Unglück in Nachterstedt und bangen mit den Angehörigen um die Vermissten. Wir fühlen mit den evakuierten Bewohnerinnen und Bewohnern und hoffen, dass die Unfallstelle schnell gesichert werden kann.
Mit diesem Unglück hat niemand gerechnet. Heute kann niemand erklären, wie es dazu kommen konnte. Wir hoffen, dass es in den nächsten Wochen und Monaten Aufklärung über die Ursachen des Unglücks geben wird. Bereits 1959 ist es in Nachterstedt durch eine Kippenrutschung zu einem Unglück gekommen, bei dem ein Bergarbeiter getötet wurde. Damals wie heute müssen Behörden und Betreiber lernen, wie solche Unglücke in Zukunft zu verhindern sind.
Das Unglück ist eine Konsequenz aus einer Wirtschaftsweise, die für schnellen Wohlstand wenig Rücksicht auf die Natur und die Grenzen ihrer Belastbarkeit genommen hat. Es sollte uns mit Blick auf die verschiedenen aktuellen bergbaulichen Pläne in Sachsen-Anhalt eine Mahnung sein, mit dem Unvorhergesehenen zu rechen und mit der gebotenen Umsicht vorzugehen."