Big-Brother-Methoden im Kinosaal

Vorgehen von Warner Bros unverhältnismäßig

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sehen in der Beobachtung von Kinobesuchern ein unverhältnismäßiges Vorgehen des Filmverleihers Warner Bros. Einem Zeitungsbericht zufolge sind Zuschauer des neuen Harry-Potter-Films mit Nachtsichtgeräten beobachtet worden, um heimliche Mitschnitte zu verhindern.

"Big-Brother-Methoden im Kinosaal - das geht nicht", so Sebastian Striegel, Mitglied im Landesvorstand. Verstöße gegen Datenschutzbestimmungen sind auch durch privatwirtschaftliche Interessen nicht zu rechtfertigen."

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN nehmen den erneuten Überwachungsskandal zum Anlass, eine Ausweitung der Kompetenzen des Landesdatenschutzbeauftragten auch auf den privatwirtschaftlichen  Bereich zu fordern. Bisher ist die Behörde lediglich für die öffentliche Verwaltung zuständig. Außerdem müsse er wirkungsvolle Sanktionsmöglichkeiten bekommen, also beispielsweise empfindliche Bußgelder bei Verstößen verhängen dürfen. Im konkreten Fall sollte das Land alle rechtlichen Möglichkeiten zur Ahndung nutzen.

"Filmverleih, Kino und Sicherheitsunternehmen müssen lernen, dass Selbstjustiz und Sheriff-Methoden auf, aber keinesfalls vor der Leinwand denkbar sind", so Striegel abschließend.

 

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