PM Nr.81-04 vom 09.07.2004

Nach sächsischem Erfolg: Ja zur Elbe als Weltkulturerbe

Eine Nachricht aus Sachsen: Die Vollversammlung der deutschen UNESCO-Kommission in Leipzig hat den Beschluss bestätigt, das Dresdner Elbtal und den Muskauer Park zum UNESCO-Weltkulturerbe zu erklären. "Das freut uns sehr und bestärkt uns in in unserem Vorhaben, die Elbe auch in unserer Region als Weltkulturerbe anerkennen zu lassen", so Ralf-Peter Weber, Landesvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. "Sachsen hat würdige Gebiete vorgeschlagen und sich einen weiteren Standortverteil verschafft. Die Landesregierung Sachsen-Anhalts verschläft diese Chance", so Weber.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN beteiligen sich am kommenden Sonntag, 11. Juli 2004, am Elbebadetag. So unterstützt der Magdeburger Kreisverband die Säuberungsaktion des BUND im Uferbereich in Höhe des Cracauer Wasserfalls. Landesvorsitzender Weber wird ab 14 Uhr zugegen sein. "Die Wasserqualität der Elbe hat sich erfreulicherweise seit 1990 stetig verbessert", so Weber. Sorge bereite allerdings der weiter forcierte Ausbau der Uferabschnitte, der mehr und mehr das touristische Potenzial der Flusslandschaft zerstöre. Weber kritisierte scharf die Aufhebung des Baustopps an der Elbe in diesen Tagen. "Wir befürchten, dass der Weg für eine weitere Zerstörung der Elblandschaft geebnet werden soll", sagte er. "Stromausbaumaßnahmen sind ökologisch schädlich und ökonomisch unsinnig", bekräftigte Weber die Auffassung von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.

Die Initiative, die Elbe als Weltkulturerbe anerkennen zu lassen, geht von der Deutschen Umwelthilfe und dem Verlagshaus Gruner & Jahr aus. Die Landesregierung ist nach wie vor aufgefordert, sich endlich zu diesem Vorhaben zu bekennen. "Die Anerkennung der Elbe als Weltkulturerbe ist – im Gegensatz zum immer wieder geforderten Ausbau des Flusses für die Schifffahrt – eine große Chance für die touristische und wirtschaftliche Entwicklung der Region", so Weber.


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