Bundestagskandidaten von Grünen, SPD und Linken setzen sich ein

Unterstützung der Region zu Morsleben

Die Region rund um das Endlager Morsleben soll Unterstützung der Bundesregierung bekommen, wenn festgelegt wird, wie das Lager endgültig geschlossen wird. Das fordern die Bundestagskandidaten Waltraud Wolff (SPD), Thomas Waldheim (Linke) und Christoph Erdmenger (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN).

Erdmenger, Initiator der Initiative, sagt: "Der Atommüll ist hier und das meiste werden wir auch nicht mehr los - daher müssen Kommunalpolitik und interessierte Verbände der Region gut informiert in dieses Verfahren gehen können. Wir wollen ein höchstmögliches Maß an Sachverstand für unsere Region in diesem Verfahren sehen und ein geringstmögliches Risiko." 

Hintergrund der Forderung ist das Planfeststellungsverfahren zur Stilllegung des Atommüllendlagers in Morsleben, das im Herbst 2009 beginnt. Ziel des Verfahrens ist es, ein Konzept zu finden, mit dem der in Morsleben lagernde schwach- und mittelradioaktive Abfall für eine Million Jahre sicher unter der Erde verwahrt werden kann. Konkret fordern die Kandidaten in einem Appell an die Bundesregierung, der Region die Begleitung des Verfahrens zu finanzieren. Eine solche Begleitgruppe besteht bereits zum Atommüllager Asse II. In ihr arbeiten Kommunalpolitiker aller Parteien, Verbände und unabhängige Sachverständige zusammen. "Eine solche Begleitung kostet viel Geld. Das sollen auch die Verursacher des Atommülls zahlen - vermittelt durch die Bundesregierung", sagt Waltraud Wolff.

Die Bundestagskandidaten wollen nun unter den Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitikern ihrer Parteien weitere Unterstützer suchen. "Das zuständige Bundesamt für Strahlenschutz wird sich nur überzeugen lassen, wenn wir ein deutliches Signal aus Region bekommen, daher brauchen wir nun Unterstützung der Kommunalpolitik", sagt Waldheim.

Erdmenger hatte auch die Bundestagskandidaten von CDU und FDP eingeladen, die Initiative zu unterstützen. Eine Antwort war aber ausgeblieben. "Vor der Wahl wollen die möglichst wenig über Atomkraft reden", vermutet Erdmenger.

Nähere Informationen unter

www.asse-2-begleitgruppe.de

 

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