Am Wasserpfennig festhalten
Grüne verweisen auf Klimawandel
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Sachsen-Anhalt haben die geplante Einführung des Wasserpfennings in Sachsen-Anhalt verteidigt. Sie verweisen darauf, dass es in Zukunft wegen des Klimawandels in Sachsen- Anhalt weniger regnen wird. Schon heute entnehmen Industrie und Landwirtschaft aber mehr Grundwasser, als sich neu bilden kann. "Sachsen- Anhalt ist das letzte Bundesland, das auf dieses Instrument verzichtet. Die Zeiten, in denen wir mit Umweltdumping die Wirtschaft zu fördern versuchen, sollten aber vorbei sein." kommentiert der Landesvorsitzende Christoph Erdmenger. "Der Wasserpfennig mag hier nicht die alleinige Lösung sein, aber er leistet seinen Beitrag zur Sparsamkeit. Zudem gibt er Anreize, weniger Grundwasser und mehr Oberflächenwasser z.B. aus Talsperren zu verwenden. Nicht unterschätzen sollten wir aber auch die Einnahmen, die das Land bitte notwendig hat. Wer heute diese Einnahmequelle ausschliesst, hinterlässt morgen Jahr für Jahr 15 Mio Euro zusätzliche Schulden. Die Haushaltspolitik aus dem Wünsch-Dir-Was-Land der FDP sollte sich Sachsen-Anhalt nicht zu eigen machen."