Ein Geschenk der Zuversicht: Erneuerbare Energien sichern die
Grüne loben Sachsen-Anhalts Vorreiterrolle
Ob Mobilität, Wärme oder Strom - ohne eine ausreichende Energieversorgung wäre unser Leben in der jetzigen Art nicht möglich. Sachsen-Anhalt schafft das durch immer mehr erneuerbare Energien, durch einen stetig sinkenden Kohleanteil und ohne Atomkraft.
"Wir können stolz sein, dass Sachsen-Anhalt bei den erneuerbaren Energien bundesweit einen Spitzenplatz einnimmt. Wir zeigen in der Praxis, dass die alternativen Techniken funktionieren und maßgeblich die Versorgung sichern," ist Dorothea Frederking, energiepolitische Sprecherin der sachsen-anhaltischen Bündnisgrünen begeistert.
Nach Angaben des Statistischen Landesamtes wurden im Jahr 2008 insgesamt 20,8 Mrd Kilowattstunden Strom erzeugt - davon 7,4 Mrd Kilowattstunden aus Kohle und 7,1 Mrd Kilowattstunden aus Wind, Biomasse und Sonne. Die erneuerbaren Energien haben damit einen Anteil von 34% und sind inzwischen gleichauf mit der Kohle, die einen Anteil von 36% an der Stromerzeugung hat.
Für die Grünen sichern die Erneuerbaren Energien schon heute mehr als das Drittel an der Produktion: Sachsen-Anhalt erzeugt mehr Strom als im Land verbraucht wird und exportiert 2 Mrd Kilowattstunden. Einen weiteren Teil des Stroms verbrauchen die fossilen Kraftwerke selber, z.B. zum Zermahlen der Braunkohle. Zudem gibt es immer noch Einsparpotentiale, z.B. bei den Leerlaufverlusten elektrischer Geräte.
"Gerade zu dieser Zeit sollten wir diese Zahlen als ein Geschenk der Zuversicht werten. Trotz der gescheiterten Verhandlungen in Kopenhagen tun wir praktisch etwas für den Klimaschutz und exportieren neben der Energie auch unsere Techniken. In der kalten Jahreszeit möchte niemand auf warmes Wasser und geheizte Räume verzichten. Damit dieser Komfort auch für die Zukunft erhalten bleibt, brauchen wir gerade im Wärme- und Verkehrsbereich einen zügigen Ausbau der erneuerbaren Energien," führt Frederking aus. "Wir hoffen für die Menschen im Süden Sachsen-Anhalts, deren Heimat durch einen neuen Braunkohletagebau bedroht ist, auf eine erlösende Nachricht im Jahr 2010. Für die
Energieversorgung ist der Braunkohletagebau jedenfalls nicht notwendig."