Tarifabschluss für die Zeitarbeitsbranche ist richtig und wichtig
Zum Tarifabschluss in der Zeitarbeitsbranche zwischen dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) und dem Bundesverband Zeitarbeit (BZA) erklärt Claudia Dalbert, Landesvorsitzender von Bündnis 90/DIE GRÜNEN Sachsen-Anhalt:
"Ich bin sehr froh, dass es der DGB endlich erreicht hat, dass der niedrigste Tariflohn in der Zeitarbeitsbranche ab Mai 2010 knapp über die magische Grenze von 7,50 Euro steigen wird, die seit langem als gesetzlicher Mindestlohn gefordert wird. Das ist auf jeden Fall ein wichtiger Fortschritt. Dies ändert aber noch nichts daran, dass die Bezahlung der Zeitarbeitskräfte in der Regel deutlich niedriger ist als die der Stammbelegschaft.
Das führt dazu, dass es auch weiterhin Tausende von Aufstockern in Sachsen-Anhalt geben wird. Das sind Menschen, die nicht von ihrer Arbeit leben können und daher von der Bundesagentur für Arbeit Grundsicherungsleistungen erhalten, damit sie von ihrem Lohn leben können.
Es ist dringend notwendig, dass das Zeitarbeitsgesetz wieder eine zeitliche Begrenzung für Zeitarbeit vorsieht, um so die Zeitarbeit wieder auf ihren eigentlichen Sinn zurückzuführen, nämlich Ausgleich für Produktionsspitzen zu schaffen und nicht die Stammbelegschaft abzubauen."