Zum heutigen Zeitungsinterview mit CDU-Vorsitzendem Thomas Webel:
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Sachsen-Anhalt reagieren verhalten auf die zur Schau gestellte Offenheit der CDU. Sebastian Striegel, Mitglied im Landesvorstand: "Die Grünen in Sachsen-Anhalt sorgen schon jetzt für Bewegung in der reformmüden Politik der Großen Koalition. Sachsen-Anhalt hält bei zu vielen wichtigen Indikatoren - Arbeitslosigkeit, Abwanderung, Überalterung, Bildungserfolg - die rote Laterne." Wer hier keinen Reformbedarf sehe, der habe das Land aufgegeben. "Hier ist Bewegung nötig, die wir Grüne ins Parlament tragen werden.", so Striegel weiter.
Zu den eigenen Planungen sagte Sebastian Striegel: "13 Monate vor einer Wahl über Koalitionen zu reden, ist unnötig und daran beteiligen wir uns nicht. Wir biegen mit der Erstellung unseres Landtagswahlprogramms derzeit auf die Zielgerade ein. Wir werden rechtzeitig auf einem Landesparteitag in aller Klarheit und Ausführlichkeit unsere Wahlziele festlegen. Zu unseren zentralen inhaltlichen Projekten gehört ein längeres gemeinsames Lernen und ein ökologischer Umbau der Wirtschaft. Wir wollen mit grünen Konzepten schwarze Zahlen schreiben und neue Jobs in Sachsen-Anhalt schaffen. Nach elf Jahren wird es wieder grüne Politik im Landtag geben."
Die Politik der schwarz-gelben Koalition in Berlin beweise, wie wenig Schnittmengen es derzeit gebe. "Die FDP diffamiert gerade in unnachahmlicher Weise Arbeitslose und tut so, als ob z.B. in Sachsen-Anhalt seit 20 Jahren die Menschen in der sozialen Hängematte ein Leben im Schlaraffenland führen. Das ist aber der Wunschpartner der CDU!"
"Und auch Herr Webel wird in Sachsen-Anhalt mit seiner Partei noch jede Menge Hausaufgaben erledigen müssen, wenn er mit den Grünen zusammenarbeiten will. Eine Politik der ruhigen Hand, ohne Reformen im Bildungsbereich und mit neuen Braunkohletagebauen, Autobahnen und dem Saalekanal wird nicht zu einer Zusammenarbeit führen."