Förderschulen schrittweise auflösen!

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bekräftigen ihre Forderung, Förderschulen schrittweise aufzulösen. "Statt die Notwendigkeit von gesonderten Schulen zu betonen, sollte Minister Olbertz veranlassen, ab kommendem Schuljahr keine Kinder mehr in Schulen für Lernbehinderte zu schicken", so Landesvorsitzende Claudia Dalbert.

Seit 2009 gelten in Deutschland die Vorgaben der UNO-Konvention für die Rechte Behinderter. Ein Vorhaben: Förderschulen abschaffen und alle Kinder gemeinsam in den Regelschulen unterrichten. "Es ist demnach ein Recht der Kinder, in der Regelschule unterrichtet zu werden." Sachsen-Anhalt habe im Bundesvergleich einen sehr hohen Anteil an Förderschülerinnen und -schülern, von denen nur ein Bruchteil innerhalb der Regelschule (5%) gefördert werde. Das sei nicht länger hinnehmbar.

Claudia Dalbert: "Für die Förderung der Förderschülerinnen und -schüler gibt Sachsen-Anhalt laut der Rechnungen des Bildungsforschers Klemm insgesamt zusätzlich zu den ohnehin entstehenden Beschulungskosten 84,5 Millionen Euro aus. Es wäre sehr viel effektiver, wenn diese finanziellen Mittel in einem inklusiven Schulsystem in den gemeinsamen Unterricht fließen würden." Hier könnten die Zusatzstunden gebündelt werden und die nicht-lehrenden Fachkräfte, die ehemals an den Förderschulen waren, die multiprofessionellen Teams der Regelschulen verstärken.

Dalbert: "Statt weiterhin das Geld für Sonderwege auszugeben, die für die Mehrzahl aller Kinder in eine Sackgasse münden, muss Sachsen-Anhalt endlich damit anfangen, die Förderschule schrittweise aufzulösen und die Kinder mit speziellen Förderbedarf samt Personal der Förderschulen in die Regelschulen zu integrieren und so den Kindern bessere Erfolgschancen zu eröffnen."

 

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