Enge Kooperation zwischen Schulen und Betrieben gefordert

"Zu Recht bemängeln Vertreter der Wirtschaftsverbände die Qualität der Ausbildung in unseren Schulen", so Claudia Dalbert, Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Zehn Prozent Schulabbrecher und 25 Prozent Ausbildungsabbrüche könne sich das Land nicht leisten. Schule müsse besser auf die berufliche Bildung vorbereiten.

Mit dem Modell DualPlus fordern BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN den Ausbau der überbetrieblichen Ausbildungsstätten und eine bessere Einbindung von Betrieben und Berufsschulen. Dalbert: "Das anerkannte Instrumentarium (z.B. polytechnisches Lernen, Berufspraktika, Schülerfirmen) muss zum integralen Bestandteil schulischen Lernens werden."

Es müsse eine enge Kooperation zwischen den Schulen und der regionalen Wirtschaft durch Erfahrungsaustausch, betriebliche GastdozentInnen u.a. angestrebt werden. "In Kooperation mit der Wirtschaft können die Schulen besser auf die berufliche Bildung vorbereiten und die Wirtschaft kommt frühzeitig mit geeigneten BewerberInnen in Kontakt", so Dalbert. Der Übergang von der Schule in den Beruf müsse endlich besser gestaltet werden, so etwa mit der Einrichtung von Produktionsklassen und der Anerkennung einzelner Qualifizierungsbausteine.

Dalbert weiter: "Aber nicht nur die Berufsvorbereitung zählt. Wir brauchen auch eine andere Lernkultur, eine Kultur des individuellen Fördern und Forderns. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN  fordern ein Schulsystem, das auf unnütze und kostspielige Ausgrenzungsmaßnahmen verzichtet und stattdessen in effektive Fördermaßnahmen investiert. Individualisierter Unterricht, individuelles Fördern und Fordern statt früher Zuweisung von individuellen

Bildungs- und Lebenschance, mehr Lernzeit in der Ganztagsschule, individuelle Unterstützung statt Sitzenbleiben sowie bessere vorschulische Bildungsangebote. Wir müssen früh wirkungsvoll fördern und fordern, und nicht allzu spät Bildungsfehler reparieren wollen."

 

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