Bahn muss Fernverkehr in Mitteldeutschland verbessern

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen-Anhalt begrüßen die Pläne des Verkehrsclub Deutschland (VCD) zur Verbesserung der Fernverkehrsanbindung von Mitteldeutschland. Sebastian Striegel, verkehrspolitischer Sprecher und Mitglied im Landesvorstand: "Ich freue mich, dass der VCD den Wettbewerb um gute Ideen für einen besseren Fernverkehr in den Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen voranbringt und so der scheinbar ausschließlich auf Angebotsausdünnung gerichteten Politik der Deutschen Bahn AG etwas entgegensetzt."

Und weiter: "Die Konzepte des VCD zur Verbesserung des Fernverkehrsangebot sind durchdacht, finanzierbar und zeitnah umsetzbar. Für Sachsen-Anhalt bedeuteten sie einerseits die bessere Anbindung der Städte Magdeburg und Halle in Richtung Dresden. Zudem würde Naumburg als Eisenbahnknotenpunkt gestärkt."

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sehen nun die Landesregierungen in der Pflicht. Striegel: "Die Ideen und Konzepte liegen als Alternative zu den Streichungsplänen der Bahn nun auf dem Tisch. Nun sind die MinisterpräsidentInnen aller drei Bundesländer gefordert, nicht nur mit der Deutschen Bahn AG als Quasi-Monopolistin in Verhandlungen einzutreten, um Verbesserungen im Fernverkehr für die Region zu erreichen, in der zusammen knapp neun Millionen Menschen leben. Zusätzlich müssen die Landesregierungen mit privaten Betreibern über Angebotsverbesserungen verhandeln."

Striegel äußerte sich abschließend: "Gemeinsames Ziel muss es sein, einen attraktiven Eisenbahnfernverkehr für die gesamte Region zu gewährleisten. Das heißt, die regionalen Zentren stündlich und getaktet an Fernverkehrslinien anzubinden. Die Vorschläge des VCD bieten dafür eine gute Grundlage. Ich erwarte, dass die Bahn sich dazu positiv positioniert."