Zeit der Modellprojekte ist vorbei
Studie des ISW bestätigt sattsam bekanntes für die Bildungslandschaft im Lande
Gestern hat Finanzminister Bullerjahn die Bildungsstudie des Institutes für Strukturpolitik und Wirtschaftsförderung (ISW) vorgestellt. Die Ergebnisse für Sachsen-Anhalt sind sattsam bekannt. "Unsere Bildungslandschaft ist nicht erfolgreich. Im Bundesvergleich verlassen viel zu viele die Schule ohne Abschluss, müssen zu viele eine Klasse wiederholen oder eine Förderschule besuchen und die Kindergruppen in den Kitas sind zu groß. Unser Abschneiden in den internationalen Vergleichsstudien ist nur mittelmäßig. Nichts davon ist neu. Wir weisen seit langem darauf hin, dass wir unsere Bildungsausgaben nicht optimal einsetzen und unsere Bildungsqualität nicht systematisch genug evaluieren. Mit ein paar Modelschulprojekten, wie dies der neuen Kultusministerin Wolff vorzuschweben scheint, ist der dringend notwendige Aufbruch in der Bildungslandschaft jedoch nicht zu stemmen," erklärt die Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Claudia Dalbert.
"Hier bedarf es endlich eines flächendeckenden Umsteuerns hin zu einem modernen schülerzentrierten Unterricht. Die Schulen sind es leid, von einem Modellprojekt zum anderen gejagt zu werden, anstatt mit guter Unterstützung und in größerer Selbstständigkeit kontinuierliche Schulentwicklungsarbeit vor Ort leisten zu können," fährt sie fort.